Heise 09.06.2026
16:35 Uhr

heise+ | SpaceX: Was der Börsengang für Anleger bedeutet


Am 12. Juni geht SpaceX an die Börse – und könnte sofort zu den wertvollsten Unternehmen gehören. Was das für Anleger, ETFs und den Raumfahrtsektor bedeutet.

heise+ | SpaceX: Was der Börsengang für Anleger bedeutet

Am 12. Juni wird an der US-Technologiebörse Nasdaq erstmals ein Kürzel aufleuchten, auf das die Wall Street seit Jahren wartet: SPCX. Dahinter steht SpaceX, Elon Musks Raumfahrt-, Satelliten- und Infrastrukturkonzern. Begleitet wird der vermutlich größte Börsengang (Initial Public Offering/IPO) der Geschichte von kontroversen Diskussionen rund um eine „Lex SpaceX“, die Aufnahme in verschiedene ETF-Indizes und natürlich die Entwicklungschancen der Aktie. Mittendrin: Millionen Privatanleger, die vermutlich ab Anfang Juli 2026 Anteilseigner werden – ob sie wollen oder nicht.

Die Dimension des Börsengangs ist außergewöhnlich. SpaceX kommt nicht als klassischer Neuling an den Markt, sondern wird vom ersten Handelstag an ein neuer Mega-Cap. Das Unternehmen will 555,6 Millionen Aktien zu einem Preis von mindestens 135 US-Dollar platzieren und damit rund 75 Milliarden einsammeln. Dies entspräche einer Bewertung von mindestens 1,75 Billionen US-Dollar – gleichbedeutend mit vermutlich Platz 8 im globalen Börsenranking. SpaceX wäre wertvoller als Saudi Aramco und die Big-Tech-Konzerne Meta und Tesla.

Aber SpaceX bringt auch eine starke Geschichte mit: technologische Führerschaft, eine strategische Bedeutung, hohes Umsatzwachstum, Milliardenverluste, ein enormer Kapitalbedarf und eine Bewertung, die auf sehr hohen Erfolgserwartungen baut. Genau darin liegt die Spannung dieses Börsengangs. Gleichzeitig ist er ein Stresstest für Tech-Bewertungen, Indexregeln und passive Fondsströme. Im Artikel erfahren Sie, womit SpaceX sein Geld verdient, wie deutsche Anleger an die Aktie kommen, und welche ETFs künftig vom Börsengang betroffen sein könnten. Zudem verraten wir, welche ETF-Alternativen es gibt, um vom Space-Narrativ zu profitieren – ohne direkt in den vielleicht teuersten IPO der Börsengeschichte zu investieren.